friss!
Es sieht so schön blauhimmlig und sonnig draussen aus, dass ich nicht mehr weiter schlafen kann und will. Also zack! die "Feel Good Record Of The Year" (No Use For A Name) in den Player und fleissig sein. Ein bisschen aufräumen hier, ein bisschen Rattenkäfig putzen da und um 9:30h mich dem Prüfungsamt ausliefern. Schon komisch, wenn man seine Prüfungen nicht mehr vorgesetzt bekommt, sondern sich mehr oder weniger freiwillig dem Henker liefert. Meine ursprüngliche Prüfungsangst (inkl. vollkommener Überforderung) habe ich beschlossen abzulegen. Zumindest bis einige Stunden vorher. Machts ja auch nicht besser. Bevor ich jetzt so richtig in den Tag starte, noch ein paar Worte zu meinen "Movies lately seen":
Die Welle
[Die Welle. 2008]
Eine richtig gute Umsetzung eines richtig guten Buches. Die meisten haben es in der Schule gelesen, viele später nochmal oder nachgeholt. Es dreht sich um ein Experiment, welches ein Lehrer mit seiner Schulklasse durchführt und es letztendlich völlig ausufern lässt. Auch wenn einige Dinge etwas vom Original abweichen, schafft der Film es, eine nicht übertriebene Darstellung menschlicher Verhaltensmuster abzuliefern. Und vor allen Dingen regt er zum nachdenken und diskutieren an. Ich hoffe, auch bei unserer jüngeren Generation (13 aufwärts). 8/10
Scrubs - Die komplette fünfte Staffel
[Scrubs - The complete fifth series. 2007]
Nachdem besonders in Staffel eins und zwei besonders viel Wert auf schlagfertige Auseinandersetzungen gelegt wurde (Cox - JD/Cox - Kelzo/Cox - Elliot/Cox - Jordan etc), treten diese immer mehr in den Hintergrund (ohne völlig zu verschwinden) und immer öfter liegt der Schwerpunkt auf Gefühlen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Dieser Punkt wurde und wird häufig kritisiert, mir persönlich gefällt es aber sehr, sehr gut und meiner Meinung nach wächst die Serie dadurch mit. Ich kann mich der geläufigen Meinung nicht anschließen, dass Scrubs an Witz verliert, vielmehr gewinnt es an Tiefgang. Für mich immernoch das beste, was Amerika uns jemals rübergeschickt hat! 10/10
Barfuss
[Barfuss. 2005]
Ein schlicht und einfach wunder-wunder-wunderbarer Film über eine aussergewöhnliche und wahre Liebe. Die Konstellation ist wahrlich ungünstig: Nick (Till Schweiger), der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt und als Putzmann in der Psychatrie landet und Leila (Johanna Wokalek), die ihr Leben in eben dieser Anstalt verbringen muss, treffen aufeinander, während sie versucht, sich zu erhängen.
Er rettet sie und von da an weicht sie keinen Schritt mehr von seiner Seite. Er - zunächst weniger begeistert - nimmt sie mit auf eine Reise, in der sie lernt, was das Leben ausmacht (und seien es die banalsten Dinge) und er merkt, dass sie mehr für ihn ist, als eine "Irre".
Ein wunderbar komischer Film, gemischt mir Tragik und Herzschmerz und tiefen Gefühlen, kurzweilig und unterhaltsam. Wie im Märchen! 10/10
Keinohrhasen
[Keinohrhasen. 2007]
Direkt hinten dran die nächste Produktion von Till Schweiger. Und man muss es so sagen: Er hat es einfach drauf. Er produziert Filme, leichfüssig aber trotzdem mit einem gewissen Tiefgang, wunderschön und doch immer ein bisschen tragisch, zum mitfiebern, mitweinen, mitlachen. So auch Keinohrhasen. Die Kombination Till Schweiger, Nora Tschirner (die wirklich brilliant spielt!) und einer wunderbaren Kindergartentruppe macht den Film zu einem mehr als sehenswerten (wenn auch ab und an etwas kitschigem) Erlebniss.
Wer Barfuss mochte, wird auch Keinohrhasen lieben lernen. 9/10
Der Exorzismus von Emily Rose
[The Exorcism of Emily Rose. 2005]
Hierzu möchte ich eine, meiner Meinung nach, sehr zutreffende Rezension von amazon.de zitieren, die für mich eigentlich alles sagt:
Ich bin generell ein Horror-Fan. Allerdings sehe ich hierbei ein Problem. Am Anfang des Filmes wird angegeben, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Wer sich mit der Lebens- bzw. Leidensgeschichte von Anneliese Michel beschäftigt hat, versteht mich sicherlich.
Wenn man weiß, wie es diesem Mädchen ergangen ist, kann man nur mit dem Kopf schüttelt, wenn man diesen Film betrachtet, in dem in jede erdenkliche Horror-Trickkiste gegriffen wird. Das wäre nicht das Problem, wenn die Geschichte auf reiner Phantasie beruhen würde. Es ist Augenwischerei, Menschen zu vermitteln, dass die Geschichte von Anneliese Michel so abgelaufen sei.
Wenn ich in den Vorspann sehe, wundert mich das allerdings gar nicht. Zur Beratung stand den Produzenten nämlich die Autorin des Buches "Anneliese und ihre Dämonen" zur Verfügung; Felicitas D. Goodman. Wenn man ihr Buch liest, weiß man warum der Film gerade so gestaltet wurde.
Ich appeliere nur an die Menschen, sich mal mit dem Fall der Anneliese Michel zu beschäftigen, um zu erfahren wie dieser Fall wirklich abgelaufen ist. Dass Anneliese in jüngsten Jahren ohne Frühstück in die Kirche und wieder zurück pilgern musste, dass ihre Eltern keine Weltliteratur in ihrem Haus zugelassen haben, sondern nur religiöse Heftchen rumliegen hatten, dass Anneliese nie eine Hose anziehen durfte, da die Jungfrau Maria keine Frauen in Männerkleidung umherlaufen sehen möchte und dass Anneliese sich dagegen nicht hat wehren können!
Nachdem ich mich intensiv mit ihrem Fall beschäftigt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Anneliese von Eltern und Großeltern sehr religiös erzogen wurde und sie mit ihrer schwachen Persönlichkeit nicht dagegen ankam. Also hat ihr Unterbewusstsein eine andere Möglichkeit gesucht, gegen ihre Eltern und deren Erziehung zu rebellieren. Deswegen glaubte sie sich von Judas, Hitler, Kain, Nero, Luzifer und Fleischmann besessen. sie litt an Epilepsie und an einer Psychose.
Monatelang wurde sie in etlichen Sitzungen Exorzismen unterzogen, bis ihre Dämonen sie daran gehindert haben zu essen. Sie ist daraufhin am 1.Juli 1976 gestorben. Sie wog nur noch 31 kg. Sie ist verhungert und ist an Entkräftung und an einer Lungenentzündung gestorben.
Wenn man diese Fakten hört, finde ich es nicht angebracht den Film mit dieser Geschichte zu betiteln!!!!! 2/10
Quelle
So, damit sei für heute alles gesagt. Wünsche einen schönen, sonnigen Tag!
Die Welle
[Die Welle. 2008]
Eine richtig gute Umsetzung eines richtig guten Buches. Die meisten haben es in der Schule gelesen, viele später nochmal oder nachgeholt. Es dreht sich um ein Experiment, welches ein Lehrer mit seiner Schulklasse durchführt und es letztendlich völlig ausufern lässt. Auch wenn einige Dinge etwas vom Original abweichen, schafft der Film es, eine nicht übertriebene Darstellung menschlicher Verhaltensmuster abzuliefern. Und vor allen Dingen regt er zum nachdenken und diskutieren an. Ich hoffe, auch bei unserer jüngeren Generation (13 aufwärts). 8/10
Scrubs - Die komplette fünfte Staffel
[Scrubs - The complete fifth series. 2007]
Nachdem besonders in Staffel eins und zwei besonders viel Wert auf schlagfertige Auseinandersetzungen gelegt wurde (Cox - JD/Cox - Kelzo/Cox - Elliot/Cox - Jordan etc), treten diese immer mehr in den Hintergrund (ohne völlig zu verschwinden) und immer öfter liegt der Schwerpunkt auf Gefühlen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Dieser Punkt wurde und wird häufig kritisiert, mir persönlich gefällt es aber sehr, sehr gut und meiner Meinung nach wächst die Serie dadurch mit. Ich kann mich der geläufigen Meinung nicht anschließen, dass Scrubs an Witz verliert, vielmehr gewinnt es an Tiefgang. Für mich immernoch das beste, was Amerika uns jemals rübergeschickt hat! 10/10
Barfuss
[Barfuss. 2005]
Ein schlicht und einfach wunder-wunder-wunderbarer Film über eine aussergewöhnliche und wahre Liebe. Die Konstellation ist wahrlich ungünstig: Nick (Till Schweiger), der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt und als Putzmann in der Psychatrie landet und Leila (Johanna Wokalek), die ihr Leben in eben dieser Anstalt verbringen muss, treffen aufeinander, während sie versucht, sich zu erhängen.
Er rettet sie und von da an weicht sie keinen Schritt mehr von seiner Seite. Er - zunächst weniger begeistert - nimmt sie mit auf eine Reise, in der sie lernt, was das Leben ausmacht (und seien es die banalsten Dinge) und er merkt, dass sie mehr für ihn ist, als eine "Irre".
Ein wunderbar komischer Film, gemischt mir Tragik und Herzschmerz und tiefen Gefühlen, kurzweilig und unterhaltsam. Wie im Märchen! 10/10
Keinohrhasen
[Keinohrhasen. 2007]
Direkt hinten dran die nächste Produktion von Till Schweiger. Und man muss es so sagen: Er hat es einfach drauf. Er produziert Filme, leichfüssig aber trotzdem mit einem gewissen Tiefgang, wunderschön und doch immer ein bisschen tragisch, zum mitfiebern, mitweinen, mitlachen. So auch Keinohrhasen. Die Kombination Till Schweiger, Nora Tschirner (die wirklich brilliant spielt!) und einer wunderbaren Kindergartentruppe macht den Film zu einem mehr als sehenswerten (wenn auch ab und an etwas kitschigem) Erlebniss.
Wer Barfuss mochte, wird auch Keinohrhasen lieben lernen. 9/10
Der Exorzismus von Emily Rose
[The Exorcism of Emily Rose. 2005]
Hierzu möchte ich eine, meiner Meinung nach, sehr zutreffende Rezension von amazon.de zitieren, die für mich eigentlich alles sagt:
Ich bin generell ein Horror-Fan. Allerdings sehe ich hierbei ein Problem. Am Anfang des Filmes wird angegeben, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Wer sich mit der Lebens- bzw. Leidensgeschichte von Anneliese Michel beschäftigt hat, versteht mich sicherlich.
Wenn man weiß, wie es diesem Mädchen ergangen ist, kann man nur mit dem Kopf schüttelt, wenn man diesen Film betrachtet, in dem in jede erdenkliche Horror-Trickkiste gegriffen wird. Das wäre nicht das Problem, wenn die Geschichte auf reiner Phantasie beruhen würde. Es ist Augenwischerei, Menschen zu vermitteln, dass die Geschichte von Anneliese Michel so abgelaufen sei.
Wenn ich in den Vorspann sehe, wundert mich das allerdings gar nicht. Zur Beratung stand den Produzenten nämlich die Autorin des Buches "Anneliese und ihre Dämonen" zur Verfügung; Felicitas D. Goodman. Wenn man ihr Buch liest, weiß man warum der Film gerade so gestaltet wurde.
Ich appeliere nur an die Menschen, sich mal mit dem Fall der Anneliese Michel zu beschäftigen, um zu erfahren wie dieser Fall wirklich abgelaufen ist. Dass Anneliese in jüngsten Jahren ohne Frühstück in die Kirche und wieder zurück pilgern musste, dass ihre Eltern keine Weltliteratur in ihrem Haus zugelassen haben, sondern nur religiöse Heftchen rumliegen hatten, dass Anneliese nie eine Hose anziehen durfte, da die Jungfrau Maria keine Frauen in Männerkleidung umherlaufen sehen möchte und dass Anneliese sich dagegen nicht hat wehren können!
Nachdem ich mich intensiv mit ihrem Fall beschäftigt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Anneliese von Eltern und Großeltern sehr religiös erzogen wurde und sie mit ihrer schwachen Persönlichkeit nicht dagegen ankam. Also hat ihr Unterbewusstsein eine andere Möglichkeit gesucht, gegen ihre Eltern und deren Erziehung zu rebellieren. Deswegen glaubte sie sich von Judas, Hitler, Kain, Nero, Luzifer und Fleischmann besessen. sie litt an Epilepsie und an einer Psychose.
Monatelang wurde sie in etlichen Sitzungen Exorzismen unterzogen, bis ihre Dämonen sie daran gehindert haben zu essen. Sie ist daraufhin am 1.Juli 1976 gestorben. Sie wog nur noch 31 kg. Sie ist verhungert und ist an Entkräftung und an einer Lungenentzündung gestorben.
Wenn man diese Fakten hört, finde ich es nicht angebracht den Film mit dieser Geschichte zu betiteln!!!!! 2/10
Quelle
So, damit sei für heute alles gesagt. Wünsche einen schönen, sonnigen Tag!
carcrashtv - 23. Apr, 07:07







Barfuss ist so ein wunderbar hübscher Film :))