movies lately seen.










User Status

Du bist nicht angemeldet.

kongress: der rückblick.

So, ich bin wieder in heimatlichen Gefilden angelangt und bin sehr froh darüber. Eine anstrengende Woche liegt hinter mir, wenig Schlaf, viele Infos, viel Ausdauer und Konzentration war von Nöten. Aber im Großen und Ganzen hat es sich mehr als gelohnt und beim nächsten Kongress bin ich sicher wieder dabei. Dieser wird glücklicherweise nicht in Mannheim stattfinden, die Stadt hat es mir ganz und garnicht angetan. Ganz schön ist sie wohl, aber sowohl Straßenführung, wie auch Einwohner sind doch etwas verrückt gewöhnungsbedürftig. Mittwoch Nachmittag haben wir einen Abstecher nach Heidelberg [17mins mit der S-Bahn] gemacht, DAS ist eine schöne Stadt. Aber fangen wir mal von vorne an.

Dienstag früh um 7Uhr haben wir uns am Institut getroffen, gegen halb 8 sind wir los, gegen 13Uhr [nach diversen Versuchen, die JHB zu finden...] waren wir da. Am Nachmittag besuchten wir die ersten [verschiedenen] Vorträge. Auf meinem Plan standen
Julia Mattes (Bochum/Uppsala): Rituelle Räume - Bronzezeitliche Kultbauten in Südskandinavien.
Dieser Vortrag fiel leider aus, deshalb hörte ich mir etwas über Mähren an. Mehr oder weniger, leider war die Referentin sehr leise und ihr deutsch nicht so gut verständlich. Danach
Agne Civilyte (Vilnius): Kein Haus - keine soziale Stellung? Zum Problem der Siedlungsforschung im Ostbaltikum
Damit war der erste Tag schon fast rum, wir haben Abends an der Rheinpromenade gegrillt und sind dann recht fix schlafen gegangen.

Mittwoch ging es früh weiter, leider mit der nächsten Planänderung. Gedacht war
Bogdan Atanassov (Bulgarien): Die spätbronzezeitliche Siedlung in Durankulak. Regel oder Ausnahme? Siedlungswesen an der unteren Donau am Ende des 2. Jt. v. Chr.
Fiel leider aus, stattdessen hörte ich einen ganz netten Vortrag über das griechische Mykene.
Danach ein Highlight des Kongresses, trotz des trocken klingenden Titels
M.Müller-Karpe: Missratenes Gesetz zum Kulturgüterschutz, was nun?
Und kurz bevor es nach Heidelberg ging, noch ein Vortrag über
Peter Pavuk (Bratislava): Nordwestanatolien im 2. Jt. v. Chr.
Heidelberg war wie gesagt sehr schön, wir waren dort in der Mensa essen, das Schloss war leider schon zu, also sind wir Bier trinken gegangen. Gute Alternative.

Donnerstag ging es wieder früh los, der erste Vortrag schon um 8.35Uhr und auch danach volles Programm
Michaela Harbeck (München): Postmortale Knochenalterung und ihre Auswirkungen auf biologische Analysemöglichkeiten
Susanne Münzel (Univ. Tübingen): Vom Neandertaler zum modernen Menschen. Eine Untersuchung zum Subsistenzverhalten der beiden Populationen am Beispiel Geißenklösterle (und ihre methodischen Probleme).
Andrea Zeeb-Lanz (Speyer): Der Donnersberg - eine zentrale Stadtanlage der spätkeltischen Zeit.
Hannes Napierala (Univ. Tübingen): Fauneninventare aus dem ausgehenden Paläolithikum Syriens.
Ulrich Hambach (Univ. Bayreuth): Magnetische Datierung jungpaläolithischer Fundhorizonte: Paläo- und umweltmagnetische Untersuchungen an Lössen.
Raiko Krauß: Die Gräberfelder von Varna und ihr Hinterland? Neue Forschungen zu den sozio-ökonomischen Grundlagen der Kupferzeit im westpontischen Raum.
J. Peters (München): Göbekli Tepe und die Haustierwerdung im Vorderen Orient.
Definitiv ein langer Tag. Nach den Vorträgen haben wir uns dann noch die Mumien- und die Seidenstraßenausstellung angeschaut UND die Dauerausstellung im Reiss-Engelhorn-Museum und dann sind wir grillen gegangen.

Freitag war dann auch schon letzter Kongresstag mit noch einigen guten Vorträgen
Jörg Biel (Esslingen): Heuneburg/Pyrene. Neue Grabungsergebnisse an einem frühkeltischen Fürstensitz.
Georg Tiefengraber, Susanne Tiefengraber und Andreas Lippert (Wien): Der hallstattzeitliche "Fürstensitz" am Falkenberg bei Strettweg in der Steiermark/Österreich.
Dieser Vortrag hätte mich besonders interessiert, weil ich mich damit gerade ein wenig beschäftige, leider fiel aber auch dieser aus *grmpf*
Wilfried Rosendahl (rem, Mannheim): Mumien - der Traum vom ewigen Leben. Präsentationen, Reaktionen und Erfahrungen.
Barbara Theune-Großkopf (Archäologisches Landesmuseum Konstanz): Archäologie kinderleicht - kleine Ritter auf der Burg. Zielgruppe Kinder.
Albert Hafner: Soziale Interpretation von neolithischen Dorfgrundrissen - Beispiele aus der Zeit um 3400 und 3600 v.Chr. aus der Westschweiz.
Christian Groer/Albrecht Jockenhövel (Univ. Münster): Neue Forschungen zum ältesten Neolithikum im Münsterland: Nottuln-Upphoven.
Der Termin war Pflichtveranstaltung. Christian ein Freund und unser Grabungsleiter in Nottuln, Jockenhövel unser Prof.
Jörg Ewersen/Britta Ramminger: Nutztier Hund - Zur wirtschaftlichen Bedeutung des Hundes in neolithischen Siedlungen Norddeutschlands.
Damit war der Kongress dann auch beendet. Wir waren noch Bier trinken, essen, mehr Bier trinken und heute Mittag ging es zurück gen verregneter Heimat.

Ich weiß, dass sie meisten jetzt nichts mit meinem Beitrag [insbesondere den Vortragstiteln] anfangen können, aber ich hab sie trotzdem mal aufgeschrieben. Vielleicht interessiert es den ein oder anderen und wenn nicht, dient es zumindest mir als Gedankenstütze ;)
Fotos kommen die Tage.

Ich werde mich jetzt einen Tag nur erholen und mich dann wieder voll und ganz in Arbeit, Arbeit, Arbeit stürzen. Ich wünsche einen erholsamen Sonntag. Ich werd mir einen machen.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild