movies lately seen.










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reviews: video.

7
Mai
2008

epi - ne- phri - ne.

"Hast du das Zeug, was ich dir gesagt habe?" - "Ich habs." - "Hast dus genommen?" - "Hab ich." - "Du hast das ganze verdammte Ding genommen, oder?" - "Ja." - "Ich sagte ein Fünftel einer Spritze. Das Zeug bringt dich um!" - "Klar." - "Brennts in deiner Brust?" - "Check." - "Und dir ist kalt?" - "Check." - "Und du hast ne eiserne Latte, hab ich Recht?" - "Muss ich nachsehn... Check."

crank5

Crank
[Crank. 2006]
Es gibt wenige Filme wie diesen. Schnell. Laut. Chaotisch. Lustig. Verrückt. Es gibt vieles, was dieser Film vereint. "Transporter" Jason Statham als toter Mann, der nur mit genug Adrenalin im Blut überlebt und alles daran setzt, diesen Zustand zu wahren, bis er seinen Mörder gefunden hat. Ob Schlägereien, mit dem Wagen durchs Kaufhaus, Sex im hysterischen Chinatown oder das künstliche Adrenalin Epinephrin, für Abwechslung ist gesorgt. Der Film ist kurzweilig, spannend und künstlerisch umgesetzt.
Und wer kennt ihn denn nicht, den ultimativen Klingelton, der kurz nach erscheinen des Films überall zu hören war? 10/10

30
Apr
2008

willkommen im fight club.

Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club. Die zweite Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club! Dritte Regel des Fight Club: Wenn jemand ‘Stopp’ ruft, schlappmacht, abklopft, ist der Kampf vorbei. Vierte Regel: Es kämpfen jeweils nur 2. Fünfte Regel: Nur ein Kampf auf einmal. Sechste Regel: Keine Hemden, keine Schuhe. Siebte Regel: Die Kämpfe dauern genau so lange, wie sie dauern müssen. Und die achte und letzte Regel: Wer neu ist im Fight Club, MUSS kämpfen.

EdwardNorton-FightClub

Fight Club
[Fight Club. 1999]
Wer kennt ihn nicht, David Finchers Klassiker der Filmgeschichte. Vermutlich muss ich auch nicht viele Worte verlieren, gesehen hat ihn hoffentlich jeder schon mindestens einmal.
Edward Norton, Helena Bonham Carter und Brad Pitt verstrickt in einem Netz aus Brutalität, Resignation, Irrungen und Wirrungen. Seife. Und Selbsthilfe. Eine Idee, die ausser Kontrolle gerät. Ein frustrierter Edward Norton, der sich seinem Handeln nicht bewusst ist. Ein rabiater Brad Pitt, der selten, aber hier ganz bestimmt, eine seiner kraftvollsten Rollen spielt. In jeder Hinsicht. Intrigen. Geheimnisse. Verschwörungen. Für mich ein absoluter must-have-seen-Movie! 10+/10

23
Apr
2008

friss!

Es sieht so schön blauhimmlig und sonnig draussen aus, dass ich nicht mehr weiter schlafen kann und will. Also zack! die "Feel Good Record Of The Year" (No Use For A Name) in den Player und fleissig sein. Ein bisschen aufräumen hier, ein bisschen Rattenkäfig putzen da und um 9:30h mich dem Prüfungsamt ausliefern. Schon komisch, wenn man seine Prüfungen nicht mehr vorgesetzt bekommt, sondern sich mehr oder weniger freiwillig dem Henker liefert. Meine ursprüngliche Prüfungsangst (inkl. vollkommener Überforderung) habe ich beschlossen abzulegen. Zumindest bis einige Stunden vorher. Machts ja auch nicht besser. Bevor ich jetzt so richtig in den Tag starte, noch ein paar Worte zu meinen "Movies lately seen":

Die Welle
[Die Welle. 2008]
Eine richtig gute Umsetzung eines richtig guten Buches. Die meisten haben es in der Schule gelesen, viele später nochmal oder nachgeholt. Es dreht sich um ein Experiment, welches ein Lehrer mit seiner Schulklasse durchführt und es letztendlich völlig ausufern lässt. Auch wenn einige Dinge etwas vom Original abweichen, schafft der Film es, eine nicht übertriebene Darstellung menschlicher Verhaltensmuster abzuliefern. Und vor allen Dingen regt er zum nachdenken und diskutieren an. Ich hoffe, auch bei unserer jüngeren Generation (13 aufwärts). 8/10

Scrubs - Die komplette fünfte Staffel
[Scrubs - The complete fifth series. 2007]
Nachdem besonders in Staffel eins und zwei besonders viel Wert auf schlagfertige Auseinandersetzungen gelegt wurde (Cox - JD/Cox - Kelzo/Cox - Elliot/Cox - Jordan etc), treten diese immer mehr in den Hintergrund (ohne völlig zu verschwinden) und immer öfter liegt der Schwerpunkt auf Gefühlen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Dieser Punkt wurde und wird häufig kritisiert, mir persönlich gefällt es aber sehr, sehr gut und meiner Meinung nach wächst die Serie dadurch mit. Ich kann mich der geläufigen Meinung nicht anschließen, dass Scrubs an Witz verliert, vielmehr gewinnt es an Tiefgang. Für mich immernoch das beste, was Amerika uns jemals rübergeschickt hat! 10/10

Barfuss
[Barfuss. 2005]
Ein schlicht und einfach wunder-wunder-wunderbarer Film über eine aussergewöhnliche und wahre Liebe. Die Konstellation ist wahrlich ungünstig: Nick (Till Schweiger), der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt und als Putzmann in der Psychatrie landet und Leila (Johanna Wokalek), die ihr Leben in eben dieser Anstalt verbringen muss, treffen aufeinander, während sie versucht, sich zu erhängen.
Er rettet sie und von da an weicht sie keinen Schritt mehr von seiner Seite. Er - zunächst weniger begeistert - nimmt sie mit auf eine Reise, in der sie lernt, was das Leben ausmacht (und seien es die banalsten Dinge) und er merkt, dass sie mehr für ihn ist, als eine "Irre".
Ein wunderbar komischer Film, gemischt mir Tragik und Herzschmerz und tiefen Gefühlen, kurzweilig und unterhaltsam. Wie im Märchen! 10/10

Keinohrhasen
[Keinohrhasen. 2007]
Direkt hinten dran die nächste Produktion von Till Schweiger. Und man muss es so sagen: Er hat es einfach drauf. Er produziert Filme, leichfüssig aber trotzdem mit einem gewissen Tiefgang, wunderschön und doch immer ein bisschen tragisch, zum mitfiebern, mitweinen, mitlachen. So auch Keinohrhasen. Die Kombination Till Schweiger, Nora Tschirner (die wirklich brilliant spielt!) und einer wunderbaren Kindergartentruppe macht den Film zu einem mehr als sehenswerten (wenn auch ab und an etwas kitschigem) Erlebniss.
Wer Barfuss mochte, wird auch Keinohrhasen lieben lernen. 9/10

Der Exorzismus von Emily Rose
[The Exorcism of Emily Rose. 2005]
Hierzu möchte ich eine, meiner Meinung nach, sehr zutreffende Rezension von amazon.de zitieren, die für mich eigentlich alles sagt:

Ich bin generell ein Horror-Fan. Allerdings sehe ich hierbei ein Problem. Am Anfang des Filmes wird angegeben, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Wer sich mit der Lebens- bzw. Leidensgeschichte von Anneliese Michel beschäftigt hat, versteht mich sicherlich.
Wenn man weiß, wie es diesem Mädchen ergangen ist, kann man nur mit dem Kopf schüttelt, wenn man diesen Film betrachtet, in dem in jede erdenkliche Horror-Trickkiste gegriffen wird. Das wäre nicht das Problem, wenn die Geschichte auf reiner Phantasie beruhen würde. Es ist Augenwischerei, Menschen zu vermitteln, dass die Geschichte von Anneliese Michel so abgelaufen sei.
Wenn ich in den Vorspann sehe, wundert mich das allerdings gar nicht. Zur Beratung stand den Produzenten nämlich die Autorin des Buches "Anneliese und ihre Dämonen" zur Verfügung; Felicitas D. Goodman. Wenn man ihr Buch liest, weiß man warum der Film gerade so gestaltet wurde.
Ich appeliere nur an die Menschen, sich mal mit dem Fall der Anneliese Michel zu beschäftigen, um zu erfahren wie dieser Fall wirklich abgelaufen ist. Dass Anneliese in jüngsten Jahren ohne Frühstück in die Kirche und wieder zurück pilgern musste, dass ihre Eltern keine Weltliteratur in ihrem Haus zugelassen haben, sondern nur religiöse Heftchen rumliegen hatten, dass Anneliese nie eine Hose anziehen durfte, da die Jungfrau Maria keine Frauen in Männerkleidung umherlaufen sehen möchte und dass Anneliese sich dagegen nicht hat wehren können!
Nachdem ich mich intensiv mit ihrem Fall beschäftigt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Anneliese von Eltern und Großeltern sehr religiös erzogen wurde und sie mit ihrer schwachen Persönlichkeit nicht dagegen ankam. Also hat ihr Unterbewusstsein eine andere Möglichkeit gesucht, gegen ihre Eltern und deren Erziehung zu rebellieren. Deswegen glaubte sie sich von Judas, Hitler, Kain, Nero, Luzifer und Fleischmann besessen. sie litt an Epilepsie und an einer Psychose.
Monatelang wurde sie in etlichen Sitzungen Exorzismen unterzogen, bis ihre Dämonen sie daran gehindert haben zu essen. Sie ist daraufhin am 1.Juli 1976 gestorben. Sie wog nur noch 31 kg. Sie ist verhungert und ist an Entkräftung und an einer Lungenentzündung gestorben.
Wenn man diese Fakten hört, finde ich es nicht angebracht den Film mit dieser Geschichte zu betiteln!!!!!
2/10

Quelle

So, damit sei für heute alles gesagt. Wünsche einen schönen, sonnigen Tag!

8
Mrz
2008

movies.movies.movies.

Heute mal kurz und knapp, sonst komm ich nicht mehr nach.

Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
[Sweeney Todd - The Demon Barber Of Fleet Street. 2008]
Einfach wunderbar!!! Fantastische Bilder, fantastische Musik, fantastische Schauspieler, fantastische Umsetzung! 10/10

Little Miss Sunshine
[Little Miss Sunshine. 2006]
Ebenfalls ein wunderbarer Film, der vom Stil her an "Adams Äpfel" anknüpft. Eine chaotische Familie, ausgefallene, liebenswürdige Charaktere, eine tubulente Story und jede Menge schwarzer Humor. Wie "Adams Äpfel" bitterböse und doch wunderschön! 10/10

Gothika
[Gothika. 2003]
Eine gute Hollywood Produktion, die Story ist nicht unbedingt neu, jedoch trotzdem spannend. Zur Abwechslung hält der Film das Niveau von Anfang bis Ende. 7/10

Wer früher stirbt ist länger tot
[Wer früher stirbt ist länger tot. 2006]
Eine schöner, teils sarkastischer, teils witziger Film über einen Jungen der glaubt, am Tod seiner Mutter schuld zu sein und alles versucht, um unsterblich zu werden (um nicht ins Fegefeuer zu kommen). Am Anfang nicht nur dank des unverständlichen bayrischen Akzents gewöhnungsbedürftig, jedoch schafft der HOCHdeutsche Untertitel schnell Abhilfe. 6/10

Flickering Lights
[Blinkende Lygter, 2000]
Und noch ein absolut brillianter Film vom dänischen Regisseur Anders Thomas Jensen (Adams Äpfel, In China essen sie Hunde). Dieses bösartige, tiefschwarzhumorige Genre hat es mir angetan. Eine skurrile Geschichte, mit skurrilen Charakteren und skurrilen Wendungen. Besetzt unter anderem mit den beiden wunderbaren Schauspielern Mads Mikkelsen und Ulrich Thomsen. Unbedingt ansehn! 10/10

18
Feb
2008

diagnose: wut.

28 Weeks Later
[28 Weeks Later. 2007]
Bei diesem Film scheinen sich ein wenig die Geister zu scheiden. Die einen sagen, der erste Teil [28 Days Later] wäre besser gewesen, die anderen finden den Nachfolger besser. Doch in einem sind sich die meisten einig: keiner der beiden Teile ist schlecht.
Und das sind sie wahrlich nicht. War 28 Days Later noch was völlig neues, lief 28 Weeks Later etwas Gefahr, abgenudelt zu wirken. Was konnte denn schon großartig neues passieren? Na gut, absehbar war er wirklich. Aber dennoch so brilliant umgesetzt, so spannend und mitreissend, wie selten ein Film heutzutage.
Ob es Panik, Angst, Mitgefühl war, einige Gefühle löste dieser bis zum Ende packende Film in mir aus, was nicht zuletzt durch eine brilliant geführte Kamera und gut umgesetzte Szenen entstand.
Das Ende verleitet natürlich zu Spekulationen in jeder Hinsicht. Unter anderem, ob es als nächstes ein 28 Month Later geben wird. Jedoch gehe ich nicht davon aus. [Wenn jemand mehr weiß, soll er mich bitte aufklären].
Mich hat der Film von Anfang bis Ende begeistert und ein Will Smith inkl. Konsorten können sich ne ganz, ganz große Scheibe davon abschneiden.
10/10

Einen wunderbaren Artikel zum Film [vom 30.August 2007] habe ich heute noch im Spiegel-Archiv gefunden. Ein Blick lohnt sich [>> HIER]

12
Feb
2008

3x moviereview.

Habe ein Paar Filme nachzuholen, die ich zuletzt gesehn hab. Genau genommen drei.

Wächter des Tages
[Dnevnoy Dozor. 2006]
Ich muss gestehen, dass ich Vorgänger "Wächter der Nacht" nicht gesehen habe und deshalb so ziemlich ins kalte Wasser geschmissen wurde, was diese Filme betrifft. Mir fällt es dementsprechend schwer, eine sinnvolle Kritik abzuliefern, da diese Filme ja offensichtlich im Zusammenhang stehen und das Ende von "Wächter des Tages" wohl einiges aufklärt.
Nunja, ganz objektiv betrachtet war der Film nicht mehr als ok, sowohl filmerisch als auch schauspielerisch. Die Story ist im Großen und Ganzen wohl ziemlich interessant [halt eine Gut gegen Böse-Sache], aber auch wirklich nur im Zusammenhang. Das heißt "Wächter des Tages" als alleinstehener Film funktioniert einfach nicht.
Für mich nicht mehr als 4/10 Punkte.


Futurama - Bender's Big Score
[Futurama - Bender's Big Score. 2007]
Darauf haben wir doch gewartet. Endlich erschien der erste der 4 geplanten Futurama Movies. Gut eineinhalb Stunden bekommen wir alles zu sehen, was wir an Futurama so lieben. Spaß, Spannung, Witz, Action und eine richtig gute, wenn auch etwas verwirrende Story über Computerviren, Aliens, Zeitreisen und die liebe Liebe.
Matt Groening und David X. Cohen haben es hier geschafft, einen Film zu machen, nicht einfach nur eine extra lange Futurama-Folge. [Was sie - meiner Meinung nach - mit dem Simsons Movie nicht geschafft haben].
Der Film ist nur auf DVD erschienen. Also ab zum Händler des Vertrauens oder in die Videothek und anschaun.
9/10 Punkte.


Die Weisheit der Krokodile
[The Wisdom of Crocodiles. 1998]
Diesen Film habe ich mir irgendwann mal gekauft, weil er sich so vielversprechend anhörte. Darauf hin stand er ungefähr ein Jahr im Regal, bis wir ihn uns vorgestern doch tatsächlich mal zu Gemüte geführt haben.
Naja, besonders herausragend ist er leider nicht. Eine Liebesgeschichte, die mal mehr, mal weniger tragisch endet. Ein Jude Law, von dem man nicht genau weiß, was er eigentlich ist und was er tut. Zu viel Theatralik. Zu wenig Story. Ein oder zwei wirklich sehr spannende Momente, dann aber auch wieder langweilig und nicht nachvollziehbar. Eigentlich wollte ich dem Film schon alleine Pluspunkte geben, weil er aus GB kommt, aber auch das ist diesmal leider nicht drin.
4/10

5
Feb
2008

cloverfield.

Kommen gerade aus dem Kino und da ich morgen nicht zur Uni muss, kann ich mir noch ein paar Minuten Zeit nehmen um keine Kinoempfehlung auszusprechen...

Cloverfield
[Cloverfield. 2008]
cloverfield
Seit Monaten rankten sich um diesen Film Rästel und Mythen. Der Trailer verriet rein garnichts, auch Produzenten hielten sich bedeckt, die offizielle Moviehomepage hatte auch nichts zu bieten, was irgend etwas dieses Filmes preisgegeben hätte.
Eigentlich genau so, wie wir es uns wünschen. Heutzutage ist es ja leider keine Seltenheit mehr, dass ein Trailer meist ausreicht, um die gesamte Handlung eines Filmes zu kennen.
So vielversprechend wirkte also alles, dementsprechend mit hohen Erwartungen sind wir auch ins Kino.
Was wir im Endeffekt bekamen, war eine Mischung aus Blair Witch Projekt, Godzilla und Armageddon ... oder so. Und unser Logensitzplatz, der sich am Anfang viel zu weit von der Leinwand entfernt anfühlte, bewarte uns im Nachhinein vor epileptischen Anfällen. Hektische gefilmte und geschnittene Hi8-Szenen reihten sich wild aneinander, am Anfang noch spannungsgeladen, schnell jedoch einfach nur noch anstrengend.
Anstrengend auch die Schauspieler ... erst eine ganze Party voll, dann noch 5...4...3...2...? Nein, zu viel werde ich nicht verraten, möglicherweise will ja doch der ein oder andere diesen Film noch schauen.
Und was genau es da auf Manhatten abgesehen hat? Man weiß es nicht.
Jedenfalls scheint Hollywood auch nichts mehr neues einzufallen. Story? Naja! Nachvollziehbare Handlungen? Fehlanzeige!
Im Endeffekt ein Film wie gewollt und nicht gekonnt. Nicht im geringsten die PR vorher und das Geld hinterher wert.
Doch ein Gutes noch zum Schluss: der Schluss! Ja tatsächlich, ist es doch meist andersrum, komm hier das Ende zwar nicht unerwartet, jedoch relativ bald, kurz und schmerzlos.
Retten kann das allerdings auch nicht mehr viel...absolut enttäuschend!

28
Jan
2008

waking life.

Gestern Abend haben wir es uns mal wieder bequem gemacht und einen Film geschaut, der schon länger auf der Wunschliste stand. Wieso wir ihn dann nicht schon viel früher geschaut haben, lässt sich leicht erklären.

Waking Life.
[Waking Life. 2002]
wakinglife
Dieser Film ist alles andere als gewöhnlich und wohl eines der besten Beispiele für herausragende Filmkunst in Indiependent-Movies.
Die Handlung ist einfach erklärt: ein namenloser Protagonist [Wiley Wiggins] verliert sich in seinem Traum, sucht Antworten auf Fragen und trifft überall Menschen, die ihm zum größten Teil höchst intellektuell, ja philosophisch antworten, zum Teil auch einfach nur auftauchen und wieder verschwinden. Nicht ohne eine Nachricht zu hinterlassen.
Es dreht sich ums Träumen, das Leben, den Tod, den Sinn, den Schein und Fragen, die sicherlich jeden schonmal irgendwann beschäftigt haben.
Mit Sicherheit alles andere als leichte Kost und bestimmt kein Film für jeden beliebigen Abend. Man brauchte gute anderhalb Stunden viel Konzentration und Platz im Kopf, um alles aufnehmen und verarbeiten zu können, was einem dort verbal geboten wird. Mit Sicherheit auch kein Film für jeden. Er sticht nicht durch eine durchdachte Story heraus, im Gegenteil, es gibt zunächst kein wirkliches Ziel in dem Film. Es ist ein Netz, welches sich um Gespräche und Fragen spinnt und einen mitreisst.
Nicht zuletzte die Umsetzung des Films allerdings macht ihn zu einem Meisterwerk. Denn jede Szene wurde zuerst mit echten Schauspielern gefilmt und dann in der Nachbearbeitung übermalt und gerendert. Das führt dazu, dass die Bilder im Film selten ruhen. Alles ist in Bewegung, verschwimmt ineinander, ist surreal, abstrakt...verträumt.
Wer genau hinschaut, erkennt auch bekanntere Gesichter wieder. Ethan Hawk und Julie Delpy [s. Foto oben], Steven Soderbergh und Adam Goldberg haben kleine Nebenrollen in denen man meinen könnte, sie spielten sich einfach selbst.
Ein wunderbarer Film, der im Anschluss nicht gerade für wenig Gesprächsstoff sorgte. Prinzipiell könnte man auch nach jeder Sequenz auf Pause drücken und diskutieren, aber dafür sollte man ihn wohl doch lieber ein, zwei Mal durchgeschaut haben.
Fazit: Absolut wunderbar! Muss man gesehen haben. Eine 135-minütige philosophische Reise in eine parallele Welt, die mit jeder Antwort mindestens eine neue Frage aufwirft.

"To Dream is Destiny"

25
Jan
2008

the deaths of ian stone.

Wo wir schon dabei sind, schiebe ich auch direkt mal den letzten von mir gesehenen Film hinterher. Was ich schon vorwegnehmen kann: Es hätte echt nicht sein müssen!

The Deaths of Ian Stone.
[The Deaths of Ian Stone. 2007]
Wie der Titel schon sagt: es geht um Ian Stone. Und davon, wie er von einem Leben ins Nächste gestorben wird. Hört sich komisch an. Ist es auch.
Vom harmlosen Icehockey-College-Teen über entnervten Büromitarbeiter bis zum total abgefuckten Junkie stirbt er sich hinunter, das einzige was bleibt, ist seine Jugendliebe, die in den unterschiedlichsten Rollen in jedem Leben präsent ist. Was das ganze nun soll? Das habe ich mich auch gefragt, bis sich langsam herausstellte, wer [oder was?] dahintersteckt.
Bis dato war der Film schlecht, ab dann verliert er jeglichen Anspruch. Eine merkwürdige Vereinigung von Untoten, die sich von Furcht der Menschen ernährt. Ian Stone, der sich erinnert, aber sich nicht erinnern darf. Gewollte aber nicht gekonnte Gore-Szenen. Eine Frau, die er retten muss, um sich zu retten. Oder so.
Kurzgesagt: beschissene Story, beschissene Schauspieler, beschissene Effekte, beschissener Film! Vielleicht mache ich mich nun unbeliebt, hab ich doch schon die ein oder andere positive Bewertung des Films gefunden [unerklärliche 6.2 von 10 Punkten bei imdb.com].
Aber eines muss man dem Film zu Gute halten: mit seinen 84 Minuten hält er einen zum Glück nicht all zu lang von Wichtigerem ab.

die stadt der verlorenen kinder.

"Den Film muss man mal gesehen haben!". Diesen freundlichen Hinweis nahmen wir uns zu Herzen und schauten ihn uns letzte Woche an.

Die Stadt der verlorenen Kinder.
[La Cité des enfants perdus. 1995]
In einer surrealen, düsteren, sehr atmosphärischen Hafenstadt verschwinden Kinder auf wundersame Weise. Sie enden bei einem alten, nicht besonders vertrauenswürdig anmutendem Mann. Dieser Mann, Krank, ist nicht im stande zu träumen, was ihn widerum schneller altern lässt. Um dem entgegenzuwirken, lässt er Kinder kidnappen und klaut ihnen in einer furchterregenden Apparatur ihre Träume. Dieses funktioniert jedoch auch nicht wie gewünscht, Albträume sind das unerwünschte Resultat.
Als die von Krank beauftragten Zyklopen [Zyklopen, da sie blind sind, aber für Kinder, die sie Krank besorgen eine Apparatur bekommen, die sie durch ein Auge wieder sehen lässt. Gruselige Gestalten.] den kleinen Denree entführen, macht sich sein "Bruder" One (Ron Perlman; "Hellboy") auf die Suche nach ihm. Begleitet wird er von Millet, einem kleinen Mädchen aus einer der Kinderbanden der Stadt. Sie will ihm helfen, den "kleinen Bruder" wieder zu finden...
Eine Welt voller Skurrilitäten, Grauen, Angst, Liebe und ungeklärter Familienverhältnisse präsentiert uns "Die Stadt der verlorenen Kinder". Besonders herausragend sind Maske und Requisiten. Mit viel Kunstfertigkeit und Liebe zum Detail.
Ein wunderbarer Film. Ein Kunstwerk seines Genres. Absolut empfehlenswert!

"Miette: When you're born in the gutter you end up in the port. "